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Landshut: Erfolgreicher freigeistig-humanistischer Infostand am Rathaus

Zuletzt aktualisiert von admin am 7. Juli 2015 - 10:31

Religionskritischer „Bund für Geistesfreiheit“ (bfg) Bayern informiert Landshuter mit Infostand am Rathaus

Landshut, den 4. Juli 2015 • Am heutigen Samstag boten Aktive vom „Bund für Geistesfreiheit“ aus den römisch-katholischen Bischofsstädten Eichstätt und Regensburg sowie aus Neuburg an der Donau/Ingolstadt einen Infostand am Landshuter Rathaus an. Erwin Schmid war als Vorsitzender des bfg Bayern und des bfg Regensburg einer der Aktiven am Infostand: „Wir wollten die Bevölkerung über unsere Forderung nach einer klaren Trennung von Staat und Kirche informieren. Zudem werben wir dafür, die Kirchen zu verlassen und sich unserem freigeistig-humanistischen ‚Bund für Geistesfreiheit Bayern – Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.)‘ anzuschließen.“ Schmid betont: „Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Resonanz. Die provokativen Schaubilder ‚Galerie der Kirchenkritik‘ unseres Mitstreiters Wolfgang Sellinger aus Eichstätt sorgten für viel Aufmerksamkeit und zahlreiche gute Gespräche.“

Das mittelfristige Ziel ist die Gründung einer eigenen Ortsgruppe des bfg in Landshut:

„Die Zahl der römisch-katholischen Kirchenmitglieder ist in Landshut von 64,9 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2003 deutlich auf nur noch 59,8 Prozent in 2013 geschrumpft“, erklärte Reinhard Gailhofer vom bfg Neuburg an der Donau/Ingolstadt, einer der Aktiven am Infostand. „Auch der Anteil der evangelischen Kirche ist von 13,3 Prozent auf 12,1 Prozent abgesunken. Bald werden die Kirchenmitglieder in der Minderheit sein. Doch nur wenn sich die Konfessionsfreien organisieren, erlangen sie Gehör bei der Politik. Denn noch immer haben die Kirchen viele Privilegien: Von der staatlich eingezogenen Kirchensteuer und der Steuerbefreiung kirchlicher Einrichtungen über den kirchlichen Religionsunterricht in den Schulen bis hin zu den staatlich bezahlten theologischen Lehrstühlen und der Bischofsbesoldung in Bayern“, erläutert Gailhofer.

Für skandalös hält Michael Kraus, einer der Aktiven am Infostand und stellvertretender bfg-Vorsitzender in Regensburg, „dass auch Nichtkirchenmitglieder alle diese milliardenschweren Subventionen der Kirchen mit bezahlen müssen.“ Am schlimmsten findet er persönlich die Diskriminierung der Beschäftigten in der Kirche: „Über eine Million Arbeitnehmer in Deutschland müssen auf grundlegende soziale Menschenrechte wie das Streikrecht und Betriebsräte verzichten, nur weil sie in kirchlichen Sozialeinrichtungen arbeiten. Auch die Religionsfreiheit ist dort nicht gegeben.“ Er betont: „Wie absurd dies ist, zeigt die Frage: Wie kann man ‚katholisch‘ putzen oder ‚evangelisch‘ kochen? Dieses schwere Unrecht muss dringend von der Politik beseitigt werden. Wir brauchen unbedingt mehr kirchenunabhängige Sozialeinrichtungen und eine sofortige Abschaffung der Diskriminierung von Beschäftigten in religiösen Einrichtungen.“

Kontakt:
Erwin Schmid, Vorsitzender des bfg Regensburg und des bfg Bayern, Tel. 0941-64660048, E-Mail: vorsitzender@bfg-bayern.de

Fotos vom bfg-Infostand am 4. Juli 2015 (Urheber: Michael Kraus)

Anteil der Landshuter Katholiken schwindet

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