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Gottesdienst bleibt undefiniert.

Zuletzt aktualisiert von Michael Wladarsch am 23. Juli 2015 - 12:34

Keine Blödelei - Anja Perkuhn in der Abendzeitung München

Man kann die Klage abtun als Blödelei. Als Versuch, den Rundfunkgebührer zu entkommen, als Zeitverschwen­dung - Wladarsch sagt, er wusste, er würde nicht durchkommen damit. Man sollte sie aber nicht abtun. 

Der Staat wünscht sich mündige Bürger, die mitden­ken und folglich auch mal kritisieren. Er gibt ihnen ein Rechtssystem, dessen Möglichkeiten sie ausschöpfen können für die Anliegen, bei denen sie sich im Recht sehen. Diese Vorgänge braucht er, um sich selbst zu legitimieren. Und nichts Anderes tut Wladarsch. 

In seiner Klage steckt eine kluge zweite Ebene: die Frage danach, was gesellschaftlicher Konsens ist - und ob man den vorgegebenen einfach hinnehmen muss . Vor allem, wenn es um die sensible Frage geht, wie eng Religion mit dem Staat verwoben ist. Das Fliegende Spaghettimonster ist natürlich ein extrem bunter Bote. Aber dem sollte man ja eh nie die Schuld geben.